Hühnerstall

Raubtierfütterung im Hühnerstall

Hallo lieber Leser, heute befassen wir uns mal mit der Ernährung von Hühnern. Es ist in der Tat recht simpel und man kann auch wenig falsch machen. Aus diesem Grund finden wir, dass die Hühnerhaltung für einen Anfänger durchaus machbar ist und sicherlich der richtige Schritt in die Richtung der Selbstversorgung. Sofern sie dies denn wünschen.

Wir haben bei uns Seidenhühner, aber grundsätzlich eignen sich unsere Erfahrungen auch für andere Hühnerarten.

Ernährung

Zieht man die Tierschutznutztierverordnung heran stellt man schnell fest, dass es wenige Richtlinien gibt an die man sich halten soll. Es wird im einzelnen darauf hingewiesen, dass alle Hühner täglich, entsprechend ihrem Bedarfs mit Futter und Wasser in ausreichender Menge und Qualität zu versorgen sind. 

Wir sind Freunde einer ausgewogenen Ernährung. Aus diesem Grund gibt es bei uns neben dem handelsüblichen Körnerfutter auch frisches Gemüse/Obst und gekochten Reis/Kartoffeln oder auch Weißbrot in Milch aufgeweicht. Wir wünschen uns selber ein wenig Abwechslung beim Essen und das wollen wir so auch unseren Seidenhühnern geben. Die Richtlinien sind damit also mehr als erfüllt.

Folgendes gilt zu beachten:

  1. Hühner benötigen verschiedene Nährstoffe für ein gesundes Leben. Es gibt also nicht das „Eine“ Körnerfutter. Auch wenn die Hersteller von Körnerfutter anderes behaupten möchte. Die benötigten Nährstoffe müssen also in ausreichender Menge durch das Hühnerfutter aufgenommen werden. Demnach sollte das gereichte Futter aus verschiedenen Futtermitteln bestehen. Sicherlich gibt es Alleinfutter, aber wollen sie immer das selbe Essen, Tag ein Tag aus?
  2. Das natürliche Ernährungsverhalten von Hühnern verdeutlicht, dass Hühner immer einen Weg in die freie Natur haben müssen um zu scharren und zu picken. Hühner machen dies quasi überall und können so auf natürlichem Weg ihren vielfältigen Nährstoffbedarf decken. Auf der Speisekarte stehen in der Natur Würmer, Blätter, Gras, Beeren und natürlich kleine Insekten.
  3. Essensreste stehen auch hoch im Kurs. Hier sollte man aber darauf achten möglichst natürliches Essen auszuwühlen. Das bedeutet: gewürzfrei. Wenn sie Reste geben wollen bleiben sie bei ungewürztem Gemüse wie beispielsweise Kartoffeln oder Möhren. Auch Fallobst ist eine willkommene Abwechslung. Bei uns sind Äpfel heiß begehrt.

Als kleine Leckerei geben wir gerne Mehlwürmer dazu. Später wollen wir diese selber für die Hühner züchten, aber bisher haben wir mit der getrockneten Variante sehr gute Erfahrung gemacht. Unsere Seidis fahren darauf völlig ab. Besonders gut sind die Würmer um die Hühner handzahm zu machen. Einfach eine Handvoll nehmen und sie aus der Hand fressen lassen. Wir haben erfahren, dass es in der Regel auch mit sehr scheuen Hühnerarten funktioniert. Versuchen sie es mal.

Futterort

Der Futterort sollte von vornherein klar sein. Wir haben in unserem Stall einen kleinen Durchgangsraum nach draußen den wir zur Grundfütterung nutzen. Grundfütterung ist bei uns quasi das Frühstück für unsere gefiederten Freunde. Ein Blick in unseren Stall

Zum Mittag gibt es dann eine zusammengestellte Mahlzeit, welches unsere Hühner im Vorgehege präsentiert bekommen. Hierbei halten wir uns an unseren Ernährungsplan. Wir reichen also Reis, Kartoffeln, Salat, Bananen, Äpfel usw. Natürlich nicht alles auf einmal 😉

Durch dieses Vorgehen wissen unsere Seidis immer wo sie was zu knabbern finden, wenn denn die Natur gerade nichts mehr bietet.

Futterzeit

Futterzeiten sind aus unserer Sicht eher überbewertet. Es ist bei vielen Haustieren ein Irrtum, dass eine feste Zeit sinnvoll ist. Bei unseren Hühnern hat es sich allerdings so eingependelt, dass sie morgen zwischen 8:00 und 9:00 Uhr ihr Frühstück bekommen und raus ins Außengehege dürfen. Ab Mittag, meist gegen 12:00 Uhr gibt es dann die Hauptmahlzeit.

Wenn Sie keine feste Zeit haben ist das in der Regel nicht so tragisch. Wichtig ist jedoch, dass ihre Tiere mit dem Sonnenaufgang eine Möglichkeit bekommen den Stall zu verlassen. So können sie sich auch selber schon ein wenig versorgen. Wir haben es noch nicht selber getestet, aber ein automatischer Türöffner für den Hühnerstall kann hier sicherlich helfen. Nicht ganz günstig, aber man kann ausschlafen.

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